Die Entwicklung einer neuartigen Biosensoren-Plattform, die das Monitoring in Echtzeit von oxidativem Stress in aquatischen Mikroorganismen, die in Kontakt mit künstlichen Nanopartikel kommen, ermöglicht.
Hintergrund
Die mögliche Freisetzung von künstlichen Nanopartikel (ENPs) und die anschliessende umwelttoxikologische Wirkung ist ein Problem, das erforscht werden muss. Eine der negativen Auswirkungen von ENPs ist oxidativer Stress, doch sind die vorhandenen Daten sehr beschränkt und umstritten, besonders was Wassermikroorganismen betrifft. Bessere Kenntnisse über die Interaktion von ENPs und Mikroorganismen sind deshalb dringlich und erfordern die Entwicklung neuer Messmethoden.
Ziel
Das Ziel dieses multidiziplinären Projektes ist die Entwicklung einer neuartigen Biosensoren-Plattform, die das Messen von Indikatoren für oxidativen Stress, die von einzelligen Wassermikroorganismen wie Algen und Bakterien ausgeschieden werden, ermöglicht. Die Sensorentechnik misst, wie viel Licht von den verschiedenen Organismen aufgenommen wird, was vom Oxidationsniveau abhängt. Toxische Komponenten lösen in den Wasserorganismen eine Abwehrfunktion aus, die darin besteht, dass Fängerenzyme und andere Stoffe, die im Wasser festgestellt werden können, freigesetzt werden. Das ermöglicht die non-invasive Messung von oxidativen Stress-Markern von aquatischen Mikroorganismen.
Bedeutung
Durch die neue Sensorenplattform wird es möglich, oxidativen Stress in Wassermikroorganismen, die ENP ausgesetzt waren, zu messen, ohne sie zu schädigen. Das trägt zu einem besseren Verständnis der toxischen Auswirkungen von technisch hergestellten Nanomaterialien (ENM) auf die Umwelt bei.
Originaltitel: Non-invasive continuous monitoring of the interaction between nanoparticles and aquatic microorganisms
Betrag: CHF 443'710.-
Dauer: 36 Monate
Projektverantwortlicher
- Prof. Olivier Martin