Basierend auf Informationen über Herstellung von Nanomaterialien und deren Verwendung in Produkten, entwickeln und verwenden wir verschiedene Modelle, um Materialflüsse und Umweltverhalten von Nanomaterialien zu beschreiben und um die derzeitigen und zukünftigen Belastungen der Umwelt mit Nanomaterialien abschätzen zu können.
Hintergrund
Nanomaterialien sind bereits in vielen Konsumprodukten enthalten, und es muss daher damit gerechnet werden, dass sie auch in die Umwelt gelangen. Da es zur Zeit noch keine Methoden gibt, um die Nanomaterialien in Spurenkonzentrationen in Umweltproben bestimmen zu können, entwickeln und verwenden wir verschiedene Modelle, um zu erwartende Konzentrationen abschätzen zu können.
Ziel
Basierend auf Informationen über Herstellung von Nanomaterialien und deren Verwendung in Produkten, werden wir abschätzen, welche Mengen an Nanomaterialien aus verschiedenen Anwendungsformen freigesetzt und in Umweltkompartimente wie Luft, Wasser und Boden eingetragen werden. Wir werden uns dabei auf vier oder fünf ausgewählte Materialien konzentrieren. In einem weiteren Schritt werden wir modellieren, wie sich die betrachteten Nanomaterialien in Wasser, Sedimenten, Böden und Luft verhalten. Dies wird es uns erlauben, Konzentrationen der betrachteten Nanomaterialien in verschiedenen Umweltkompartimenten zu berechnen.
Bedeutung
Unsere geplanten Erkenntnisse dienen – zusammen mit Daten aus ökotoxikologischen Untersuchungen – zur Abschätzung, ob gewisse Nanomaterialien ein Risiko für die Umwelt darstellen. Angesichts der gegenwärtigen Unsicherheit über die möglichen Auswirkungen von Nanomaterialien auf Umwelt und Gesundheit ist es wichtig, zumindest Anhaltspunkte dafür zu haben, in welchen Umweltkompartimenten mit welchen Konzentrationen von Nanomaterialien gerechnet werden muss. Die Resultate unserer Untersuchungen werden diese dringend benötigten Werte liefern.
Originaltitel: Mass flow analysis and environmental risk assessment of nanomaterials
Betrag: CHF 171'698.-
Dauer: 36 Monate
Projektverantwortlicher
- Dr. Bernd Nowack